Gold als Geldanlage

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Gold gilt als stabile Wertanlage. Der Handel mit Gold als Geldanlage erfolgt üblicherweise in Barren oder in Form von Goldmünzen. Ebenso besteht die Möglichkeit, Anteilsscheine an Goldbarren als Besitzzertifikate zu erwerben. Die Goldanlage in Form von Schmuck ist ebenfalls möglich, allerdings ist in diesem Fall die Wertentwicklung außer vom Goldpreis noch von der Veränderung der Schmuckmode abhängig.

Die Entwicklung des Goldpreises

Ein wirtschaftlicher Grundsatz lautet, dass der Goldpreis in Krisenzeiten steigt. Tatsächlich steigt der Wert von Goldbarren und Goldmünzen, wenn eine hohe Inflation die Menschen zur Flucht in Sachwerte motiviert. Gold ist nur begrenzt vorhanden, auch wenn die Goldmenge regelmäßig zunimmt. Ein Verbrauch von Gold im eigentlichen Sinn findet so gut wie nicht statt, da nur wenige Anwendungen im Rahmen der Elektronik nicht mehr wiederverwertbares Gold benötigen. Allerdings ist das für Schmuck oder als Zahngold verwendete Gold meistens langfristig oder dauerhaft von der handelbaren Goldmenge abzuziehen. Durch regelmäßige geringe Goldfunde steigt die Gesamtgoldmenge langsamer als die langfristige Entnahme von Gold aus dem Goldkreislauf an. Theoretisch kann Gold künstlich durch kerntechnische Methoden hergestellt werden, wobei aber alleine die Energiekosten ein Vielfaches des Goldwertes betragen, so dass sich weiterhin nur das natürlich gewonnene oder das wiederverwertete Gold auf dem Markt befindet. Der wichtigste Ort für die Festlegung des Goldpreises ist die Londoner Börse. Da Gold in US-Dollar notiert wird, ist der Preis zusätzlich vom Dollarkurs abhängig.

Chancen und Risiken einer Geldanlage in Gold

Eine Beobachtung des Goldpreises in den vergangenen Jahrzehnten zeigt eine Spiralbewegung hin zu höheren Preisen. Das heißt, der Preis ist mal gefallen und mal gestiegen, wobei die Summe aller Preissteigerungen höher ist als die Summe aller Preissenkungen. Bei einer Anlage in Gold besteht somit das Risiko, möglicherweise zum Zeitpunkt niedriger Goldwerte verkaufen zu müssen. Das Risiko lässt sich ausschalten, indem der Anleger nur einen Teil seines Vermögens in Gold anlegt und somit nicht zum Verkauf in einer Phase schwacher Preise gezwungen werden kann. Der an der Londoner Börse ermittelte Goldpreis bezieht sich auf Goldbarren und den reinen Goldwert von Schmuckgegenständen und Goldmünzen. Die Kursentwicklung von Münzen kann davon abweichen. Der Wiederverkaufspreis von Goldschmuck richtet sich danach, ob und zu welchem Preis sich ein Liebhaber für das angebotene Schmuckkunststück finden lässt. Da sich Goldschmuck einschmelzen lässt, kann sein Wert nicht unter den Goldwert fallen, beim Erwerb hat der Käufer aber einen zusätzlichen Preis für die Arbeit und den künstlerischen Wert des Goldschmucks bezahlt. Nicht übersehen werden darf auch, dass die Anlage in Gold mit Kosten oder Risiken verbunden ist.

Das Aufbewahren von Gold im Haushalt ist mit Risiken behaftet

Wer wertvolle Goldmünzen oder Goldbarren zu Hause aufbewahrt, trägt das Diebstahlrisiko alleine oder muss einen Aufpreis für die Mitversicherung des Goldschatzes in der Hausratversicherung bezahlen und oft zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen finanzieren. Die Aufbewahrung im Bankschließfach ist ebenfalls mit Kosten verbunden. Keine Aufbewahrungskosten fallen bei Besitzzertifikaten an, wenn diese in ein ohnehin vorhandenes Wertpapierdepot eingestellt werden.

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